Hannover. Dass man Milch trinken kann, ist allseits bekannt. Neu dürfte aber Vielen die Tatsache sein, dass Milch sich auch für Bettwäsche oder Kleidung eignet. Für ihre Innovation "QMilch", eine Biomilchfaser, wurde Jungunternehmerin Anke Domaske im April auf der Sustainatopia 2012, einem amerikanischen Kongress zum Thema Nachhaltgkeit, mit einem Preis ausgezeichnet. Den Rohstoff für die Faser gewinnt sie aus Milch, die nicht mehr für den Verzehr geeignet ist.
Die Handelskammer Miami will nun mit Qmilch kooperieren, außerdem gebe es auch Anfragen für den Aufbau einer
Produktionsstätte in den USA. Denn nicht nur in Deutschland, auch in den USA wisse man nicht, wohin mit großen Mengen an Milchabfall. "Ich freue mich
über das Feedback", sagt Domaske. Bevor sie aber an internationale
Expansion denke, müsse die Qmilch-Produktionsanlage in Deutschland
stehen.
Im August wird Anke Domaske 100 Kilogramm QMilch-Fasern an ein US-Unternehmen aus der Heimtextilbranche senden. Der Vertrieb von Bettwäsche und Handtüchern wird die Verarbeitungsmöglichkeiten der Faser testen.
www.qmilk.euwww.sustainatopia.com