Krefeld. Die energetische Sanierung müsse motivierende Elemente enthalten, verkündete Karl-Heinz Florenz, Mitglied des Europäischen Parlaments, bei einem Treffen des Industrieverbandes Technische Textilien-Rolladen-Sonnenschutz e.V. (ITRS) am 4. Mai 2012.
“Viele Privateigentümer investieren nicht mehr in alte Häuser. Dadurch wird eine Menge Energie unserer Kinder verbrannt”, erklärte Karl-Heinz Florenz den ITRS-Mitgliedern und Gästen, die ITRS-Präsident Bernd Seybold zuvor zur Diskussionsrunde im
Mitgliedsunternehmen Verseidag-Indutex GmbH, Krefeld, begrüßt hatte. Der Vorteil der CO2-Reduzierung müsse den privaten Haushalten bekannter werden, bekräftigte auch Peter Winters, Präsident des europäischen Dachverbands “European Solar-Shading Organization”. Klimaschutz sei eine unternehmerische Herausforderung und somit eine große Chance für den Mittelstand.
Ein Ärgernis sei laut ITRS für viele Textilhersteller die Zulage auf den Strompreis, bedingt durch das Eneuerbare-Energien-Gesetz. Sie sehen Wettbewerbsnachteile innerhalb Europas, da die Zulage lediglich in Deutschland eingeführt wurde. Die Produktion von technischen Geweben, z. B. für Zelte, Planen, Markisen, Digitaldruck, würden mit einem intensiven Stromverbrauch einhergehen. Karl-Heinz Florenz zeigte in diesem Punkt Verständnis, gab jedoch zu Bedenken, dass Energiepolitik ein nationales Thema sei. Einige Teilnehmer wiesen außerdem darauf hin, dass die Umsetzung der europäischen Chemikalienpolitik REACh verbesserungsbedürftig sei. Zum Verdruss vieler Textilproduzenten könnten Unternehmen, die außerhalb der EU säßen, ihre Produkte weiter in den Markt bringen. Florenz sagte spontan Hilfe zu.
Lob für den ITRS gab es von MdEP Karl-Heinz Florenz für seine gute Öffentlichkeitsarbeit und seine Technologien. Er forderte die Unternehmer auf, ebenfalls Einfluss auf die politischen Geschehnisse zu nehmen, und als leistungsstarker Mittelstand “die Fahne hoch zu halten”.
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